SAV Schwerte

u. Umgegend e.V.

Umwelt- und Naturschutz

Umweltschutz ist für die Schwerter Angler schon immer ein besonderes Anliegen uns als heute aktive Gruppen noch gar nicht daran dachten oder noch nicht gegründet waren.
Schon in der Satzung von 1935 sind Umwelt –und Naturschutz ein wichtig Bestandteil.
Im Jahr 1981 wurde der SAV Schwerte und Umgegend e.V. als erster Schwerter Verein für seine Umweltaktivitäten von der Stadt Schwerte ausgezeichnet.

Im Jahre 2010 bedankte sich der damalige Ministerpräsident Jürgen Rüttgers für den aktiven Einsatz des Vereins für den Naturschutz.



2002 wurde der Verein für seine Verdienste die er sich um das Wohl der Stadt Schwerte und ihrer Bürgerinnen und Bürger erworben hat mit der Stadtmedaille  ausgezeichnet.



Mehrere Mal im Jahr leisten die Mitglieder des Vereins Arbeitsstunden um die Ruhrufer von Abfällen und anderen Hinterlassenschaften der Mitbürger ( die zwar Erholungan der Ruhr suchen, sich jedoch achtlos in der Natur benehmen.
Das Verständnis der Angler beschränkt sich nicht nur auf Fische, sondern auf alles was rund um die Gewässer lebt. Naturgemäße Populationen von Insekten, Amphibien, Vögel und Pflanzen sind die Voraussetzungen für eine der Ruhr entsprechende Vielfalt an Fischen.
Neben den allgemein bekannten Arten wie Bachforelle, Aal, Wildkarpfen, Hecht und Barsch, sind durch gezielte Schutzmaßnahmen und Besatz unbekanntere Fische wie Nasen,
Äschen, Quappe und Schleie wieder im Fluss. Die anspruchslosen Fische wie Döbel, Brassen,
Rotaugen, Rotfedern, Barben und viele Kleinfische finden Laichhabitate und ausreichen Nahrung. Auch Welse ist in unserem Gewässerabschnitt wieder gefangen worden.
Der Fang von kapitalen Exemplaren der oben genannten Fische ist recht häufig.  

Durch Fangmeldungen, die jeder Angler einmal im Jahr vorlegen muss, hat der SAV einen Überblick über die Populationen. Der Verein hat durch seine speziell geschulten Gewässerwarte  die Möglichkeit per Elektrofischen die Entwicklung der Arten zu kontrollieren.

Selbstverständlich ist der Verein neben Mitgliedern der im Rat vertretenen Parteien, Vertretern der Stadtverwaltung,  Vertretern des Kreis Unna, BUND, Biostation Unna und ARGON  bei der jährlich statt findenden Gewässerschau dabei und durch seine Fachkompetenz ein gefragter Gesprächspartner. Dabei wird geprüft ob die in die Ruhr mündenen Bäche nicht durch rechtswidrige Eingriffe durch Anwohner verändert wurden und sich in einem naturnahen Zustand befinden.

Der Sportanglerverein Schwerte und Umgegend e. V. hat in Kooperation mit der Stadt Schwerte  für einige Bäche die Patenschaft übernommen.
Das Grundstück auf dem der Mühlenstrang fließt, zum Teil Eigentum des Vereins.
Weitere Bäche um die sich der Verein kümmert sind der Lohbach und der Gehrenbach.
An all diesen Gewässern wird nicht geangelt.
Ziel dieser Maßnahme ist es, dass die Bäche von den Vereinsmitgliedern regelmäßig kontolliert werden um ein für die dort vorkommenden Fische gesunde Habitate zu erhalten.
Der Erfolg ist daran zu messen, dass Fische aus der Ruhr in die Bäche zum laichen aufsteigen.
Für Raubfische aus der Ruhr wie Döbel, Aale, junge Hechte und Forellen sind die Bäche  ein ideales Jagdrevier.
Der Verein arbeitet daran, dass sich in einigen Jahren eine eigene Bachforellenpopulation in den Bächen festigt, und die Fische in die Ruhr ziehen.


Ergänzung gefährdeter Arten

In den 60 Jahren wurde die Ruhr durch den Ausbau von Wehren und einer Begradigung naturfern.  Fische die schon immer in der Ruhr lebten, fanden keine Laichhabitate mehr. Die häufig  durch die Stauwehre verursachten wechselnden Wasserstände vernichten die Brut der Fische die in Ufernähe laichen.
Überflutete Wiese, Laichplätze für Hechte und Karpfen gibt es nicht mehr.
Die Forelle, die zum laichen im Winter in die flachen Bäche des Sauerland ziehen, werden
Immer noch durch Stauwehre daran gehindert. Der Aal kann nicht zum laichen in die Sargassosee ziehen, da die Ruhr durch  Sperren für den Fisch nicht zu überwinden sind.
Eine EU-Verordnung, die eine Durchlässigkeit der Flüsse vorschreibt zeigt Wirkung, jedoch einen ungehinderten Durchgang ist für Wanderfische wie Aal und Lachs immer noch nicht möglich.
Der Verein erhält durch Besatzmaßnahmen die betroffenen Arten auch wenn diese nicht  unbedingt zu den sogenannten Edelfischen gehören.
Leider sind die genehmigten Maßnahmen gegen den hohen Fraßdruck durch die übergroße Population des Kormoran nicht ausreichend, um  den Bestand dieses nicht in unsere Landschaft passenden Vogel einzuschränken. In NRW beträgt die Anzahl ca. 50000 Exemplare. 

Renaturierung

Die anstehende Renaturierung der Ruhr durch die Bezirksregierung Arnsberg, ist für den Verein eine wichtige Maßnahme. Der SAV arbeitet mit in der projektbegleitenden Arbeitsgruppe in der neben der Bezirksregierung auch Umweltorganisatuionen wie AGON, BUND ect. Und die Städte Hagen und Schwerte vertreten sind
Als Eigentümer von betroffenen Grundstücken ist es  für den Vorstand wichtig, für die Mitglieder die z. Zt. vielseitigen Möglichkeiten zum Fischen zu erhalten, gleichzeitig aber auch die vom Verein als notwendig erachtete Renaturierung fachlich zu begleiten.


Naturflächen

Die Schwerte Angler haben in der Nähe des Parkplatzes Haus Ruhr ihr Angelheim auf einem ca.1500 qm großen Grundstück. In diesem Jahr wurden mit viel Einsatz ca. 500 qm zu einer insektenfreundlichen Blühstreifen umgewandelt.